Wildkräuter to go – unterwegs mit Kräuterexpertin und Küchenchef

Am Wisentgehege im Hasselsdieksdammer Tiergehege, Kiel

Am Wisentgehege im Hasselsdieksdammer Tiergehege, Kiel

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Hopfen wird entdeckt – nicht nur zur Bierherstellung zu gebrauchen!

Wilde Kräuter, wilde Blumen, wilde Tiere…das alles in Kiel-Nähe und von einer Kräuterexpertin und Apothekerin (oder umgekehrt;-) und einem Küchenchef geführt und erklärt. Dieses besondere Event konnte ich mir am 10. Juli um 10 Uhr (gut zu merken) nicht entgehen lassen. Im Anschluss daran gab es dann noch das Naturgenuss 3-Gänge-Auerochsen-Kräuter-Menü.

Bunt gemischte Gruppe

Renate Voß, Apothekerin und Kräuterexpertin, sowie Pierre Binder, Küchenchef vom Restaurant Fischers Fritz im Ringhotel Birke nahmen die wanderlustige Gruppe am Treffpunkt Ringhotel Birke gut gelaunt in Empfang. Der Wildkräuter-Spaziergang war schon lange ausgebucht…so beliebt ist er.

Natur so nah – mitten in der Stadt Kiel

Und los gehts ins Hasseldieksdammer Gehölz und dem Wildgehege Hasselsdieksdamm – beides wird von der Stadt Kiel bewirtschaftet. Tipp: Dieser Spaziergang ist gut für Rollstuhlfahrer geeignet, denn es werden keine großen Höhen überwunden oder Stufen gegangen! Schon auf dem Weg in den Wald werden Kräuter an Steinwällen von Renate Voß gesichtet und erklärt. „Hier seht ihr die große Kapuzinerkresse. Nicht nur schön anzusehen, sondern Blätter, Knospen, Blüten und Samen sind essbar. Probiert mal! Leicht pfeffrig und erinnern an Brunnenkresse. In der Pflanzenheilkunde hilft die Kapuzinerkresse gegen Erkältung, Bronchitis, Entzündungen z.B. der Harnwege. Außerdem wirkt sie pilzhemmend und blutreinigend.“ Eine Teilnehmerin hat aus Kapuzinerkresse-Samenkapseln  „falsche Kapern“ gemacht. Toll, ein Rezept, das gleich erfragt wurde! Weiter gehts an Giersch und co. vorbei in den schönen Mischwald. Auch zu jedem Baum – selbst abgestorbene Stämme, weiß Renate Voß interessante Geschichten. Pierre Binder stellt sich derzeit die Kräuter in seinem Menü vor und pflückt fleißig in seine mitgebrachten Körbe.

Oh wie urig – Rinder wie im Mittelalter

„Ich komm´mir vor wie in der Steinzeit!“ ruft ein Junge. Ja richtig, auf einmal tauchen die Wisentgehege vor uns auf. Das sind europäische Wildrinder, die im Mittelalter noch weit verbreitet waren, inzwischen aber fast ausgestorben sind. Die riesigen Tiere erreichen eine Schulterhöhe von 2m – Europas größtes Landsäugetier. Sie sind Waldtiere und ernähren sich von Laub, Zweigen und Gras. Ein Bulle lebt mit mehreren Kühen zusammen und seinen Kälbern. Auch im Gehege war eine komplette Familie zu sehen. Sehr beeindruckend für alle – inzwischen fast – Kräuterspezialisten. Weitere Tiere im Gehege sind Auerochsen (eigentlich Heckrinder, eine Nachzüchtung der Auerochsen) Sikawild, Schottisches Hochlandrind und Bisons.

Kirschen in Nachbar´s Garten…nö, Wildkirschen auf dem Knick

Es gab nicht nur Kräuter zu entdecken. Auch Wildkirschen, riesige Brombeerhecken („hier geh´ich nochmal hin, wenn die reif sind“ hörte ich ziemlich oft) wilde Johannisbeeren – und alles was reif und essbar war, wurde sofort verkostet! Pierre Binder pflückte fleißig Kräuter, Gänseblümchen, Beeren…und alle freuten sich auf das folgende Menü! Bevor ich hier davon erzähle – das wäre aus zweiter Hand. Der nächste Termin wartete nämlich. Es war sicher sehr sehr lecker, wie ich hörte. Das Restaurant Fischers Fritz biete bis zum 11. September ein Naturgenussmenü an, dass sicher auch noch ausprobiert wird! Dann mehr an dieser Stelle. Das Menü könnt Ihr auf unserer Seite www.naturgenussfestival.de oder  auf www.hotel-birke.de nachlesen…und Euch freuen, es zu genießen!

 

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