Naturgenussfestival 2019 – Tschüss, es war schön mit Dir!

Von Juni bis September über 120 Veranstaltungen mit rund 100 Partnern in ganz Schleswig-Holstein – das Naturgenussfestival der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zog wieder viele naturbegeisterte Gäste an und sagt nun bis zum nächsten Jahr im Juni „Tschüss“.

Das Stiftungsland und die wilde Natur auf unterschiedlichste Art und und Weise entdecken – das steht im Mittelpunkt des größten Naturschutz-Festivals in Deutschland. Auf Föhr wurde erst lecker geschlemmt im Sternerestaurant „Alt Wyk„, dann wurden unterm Sternenhimmel kleine Kreuzkröten  angesiedelt.

Stimmungsvolle Abendstimmung bei der Naturgenusswanderung auf Föhr.

Diese Art war auf Föhr bereits ausgestorben – wie viele andere Amphibienarten auch.

 

Das Stiftungsland Hessenstein bei Lütjenburg wurde erwandert. Durch Wald und Wiesen ging es. Im Anschluss servierte dann Volker Fuhrwerk und sein Team ein Gourmet-Picknick im Garten der „Ole Liese“  und lud zu einem Gang durch seinen Hausgarten einlud.

Exkursion ins Stiftungsland Hessenstein mit anschließendem Gourmet Picknick in der Ole Liese, Gut Panker

In Lübeck-Büssau gab es im „Friederikenhof“ ein zauberhaftes Naturgenussmenü. Im Weltnaturerbe Haithabu wurde das Leben der Wikinger erkundet und im „Odins„, Haddeby, zünftig gegessen. Am Kleinen Binnensee bei Behrensdorf waren wir zu Gast beim Highlanderhof Kiene. Hauke Drews, Stiftung Naturschutz, ging mit auf Wanderung und schilderte den Einfluss des Meeres auf das Stiftungsland und welche seltenen Pflanzen hier dank der Bewirtschaftung durch die Highlands und Longhorn-Rinder wachsen. Im Stiftungsland Reesholm an der Schlei ging es mit Experten der Stiftung Naturschutz Paul Trumpf auf Entdeckungsreise und danach ins Strandleben am Schleibogen. Der Imkerverein Kellinghusen hat das Naturgenussfestival beim Tag der Offenen Tür „mitgenommen“. Im Mittelpunkt stand das Honigschleudern aber auch der Wildgarten für die Wildbienen, die emsigen Schwestern der Honigbiene, die wichtig fürs Bestäuben sind. Holnis und das Schäferhaus wurden gemeinsam mit der Weinsommelière Mareike Jensen erwandert und dabei passende Weine verkostet mit anschließendem Gourmet-Picknick auf der Wilden Weide. Die Lotsentour mit Schiff ab Kappeln, dann geführter

Begeisterte Teilnehmer*innen auf der Lotsentour.

Spaziergang mit anschließendem Bio-Picknick war vier mal komplett ausgebucht… Unser neues Format: „Wir wollen wissen, woher unser Essen kommt“ kam sehr gut an.

Johns Burgers aus Kiel besuchte mit dem Foodtruck seinen Rindfleischlieferanten Jakob Gosch, Holzbunge. Der Partner Holtseer Käse war auch dabei. Die Familie Gosch hält Angusrinder, die das Stiftungsland in den Duvenstedter Bergen pflegen. In enger Abstimmung mit der Stiftung wird dieses Land bewirtschaftet und Projekte wie z.B. Ansiedlung von Amphibien durchgeführt. Gemeinsam mit der Flächenmanagerin wurden an dem Tag Wanderungen übers Land gemacht und die „Hüttener Burger“ von John und seinem Team angeboten. „Green Screen“ geht aufs Dorf – in diesem Jahr zweimal veranstaltet, war auch der Renner. Drei mal ging es „Ab und die Pilze“ – Bestimmungstouren mit Pilzcoaches. Jede Pilz-Tour war ausgebucht.

Welcher Pilz wächst wo, ist genießbar und welche Bedeutung hat er für die Natur?

Viele weitere Naturgenusstouren, Events, Naturgenussmenüs fanden Liebhaber*innen.

Die Vielfalt machts

Genau wie in der Natur gilt auch beim Naturgenussfestival: Die Vielfalt macht´s! Wir konnten beobachten, dass einige Veranstaltungen tatsächlich nur gering gebucht waren, andere ganz schnell ausgebucht. Das war in diesem Jahr etwas extremer als in den letzten Jahren. Dies kann zum einen an der Attraktivität des Programmes liegen, am guten/schlechten Wetter, an den interessierten Gästen, an unserer Bewerbung oder auch an dem Engagement des Partners. Diese Punkte werden auf den Prüfstand gestellt werden. Wir organisieren dieses Naturgenussfestival ja, um die Stiftung Naturschutz, die Arbeit der Experten bekannter zu machen und die extreme Wichtigkeit darzustellen. Das muss bei allen Programmpunkten „mitschwingen“.

Die Resonanz gibt uns Rückschlüsse, was wir im nächsten Jahr fort führen werden oder an welcher Stelle wir uns Gedanken machen werden. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Veranstaltungen mit „Zusatznutzen“ für die Gäste besser gefragt waren. Also Naturerlebnisse plus Essen, Erzählungen, Musik oder Film. Wichtig ist der Stiftung Naturschutz vor auch die Qualität der Zusammenarbeit mit den Partnern und der Netzwerkgedanke, der hinter allem steht. Die Projekte der Stiftung Naturschutz, das Stiftungsland steht im Vordergrund. Die Partner zeigen, wie sie mit der Stiftung zusammenarbeiten und was wir alle davon haben. Sei es die Artenvielfalt erhalten, Erlebnisräume schaffen, Gebiete wieder renaturieren wie z.B. die Moore in Schleswig-Holstein. Wir haben ein Netzwerk an Partnern, die gut zu uns passen und die diese Gedanken weitergeben. Die Gäste verstehen mit allen Sinnen, was Naturschutz in unserem Leben und ganz hautnah, im Land, ausmacht. Besser kanns doch gar nicht sein.

Der Urwald Stodthagen und das Kaltenhofer Moor bei Felm wurden in diesem Jahr auf unterschiedlichste Weise entdeckt!

Wir planen nun bereits fleißig das Naturgenussfestival 2020. Wer noch Anregungen oder Ideen hat – immer her damit.

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