Naturgenuss-Safari „Jenseits von Afrika“ mit Gourmet-Picknick

Am 28. August führte die Veranstaltung des Naturgenussfestival SH in das Stiftungsland Schäferhaus – das mit der Savannenähnlichen Begrünung eher an ein Stück Südafrika erinnert – und anschließend gab es ein Gourmet Picknick vom Historischen Krug Oeversee. Wir waren direkt dabei und konnten viele Fragen stellen, mitlaufen und später schlemmen.
Nach der Safari „Jenseits von Afrika“ im Stiftungsland Schäferhaus bei Harrislee gab es ein Picknick vom Genießerhotel und Restaurant Historischer Krug in Oeversee.

Die Wanderung war ausgebucht! Viele interessierte Teilnehmer genossen die interessante Führung

Die Wanderung war ausgebucht! Viele interessierte Teilnehmer genossen die interessante Führung

Aufgrund des Gewitter-Wetters, das langsam aufzog, wurde das Picknick kurzentschlossen nach drinnen verlegt. Küchenchef und anerkannter Gourmetkoch Bodo Löök zauberte aus dem geplanten Picknick ein Fünf-Gänge-Menü. Bodo Löök ist eine Erscheinung. Um die Einsneunzig, mit ordentlich Durchschlagskraft in seiner Kochjacke – und viel Leidenschaft, wenn es ums Kochen und Essen geht.
Historischer Krug mit hohen Ansprüchen
Der Historische Krug in Oeversee kann auf eine bald fünfhundertjährige Geschichte zurückblicken Diese wird ausgesprochen geschickt mit den heutigen Ansprüchen an die Küche verknüpft. Für die Teilnehmer gab es ein Fünf-Gänge-Menü, dass die Zusammenarbeit des Historischen Kruges mit dem Verein Bunde Wischen adelte. Als Vorspeise gab es einen „Gallowaytee“, eine klare Brühe vom Galloway mit Gemüse und Pilzen.

Galloway Tee - eine wunderbar würzige Kraftbrühe

Galloway Tee – eine wunderbar würzige Kraftbrühe

 

Lecker und wunderbar warm nach dem Wolkenbruch, den wir zwar im Stiftungsland gerade so noch entkommen waren, der uns aber in Oeversen auf dem Parkplatz des Kruges erwartete.
Weiter ging es zwar ohne Galloway, aber umso norddeutscher mit „Eismeergarnele trifft Glücksstädter Matjes und Räucherlachs“. Elegant komponiert, mit etwas fruchtigem Dressing und frischer Kresse als runde Sache serviert.
Galloway spezial – Tradition trifft Moderne
Dann kam aber Galloway-Spezial: „Sulz, Zungensalat, falsches Filet, Brust“. Ein Rundumschlag am Robustrind. Tradition trifft Moderne, Mutters Küche die Eleganz: der Historische Krug in einer Nussschale. Dem geneigten Leser mag Rinderzunge eher aus Schauermärchen der Eltern bekannt sein – sie wird nur selten noch zubereitet.Galloway Spezial á la Bodo Lööck

 

Bodo Lööks Zungensalat wirft die Frage auf „Warum?“. Perfekt kombiniert mit einer leichten Marinade machte sie wirklich Lust auf mehr. Die Sulz vom Galloway war ebenfalls ein Beispiel dafür, was es ausmacht, einen Könner in der Küche zu haben. Perfekt abgestimmt, nicht zu salzig (was ja sonst oft das Problem bei Sülzen ist), sondern darauf aus, den Geschmack des Fleisches zu betonen und mit Gartengemüse abzurunden – absolut gelungen. Das Selbstbewusstsein der Küche konnte man dann beim „falschen Filet“ und der Brust schmecken. Einmal rosig, einmal durch, durfte das Fleisch „Fleisch“ sein und perfekt zubereitet seine ihm eigene Qualität beweisen. Hauchzart und großartig im Geschmack.Zugabe des Tages - feines vom Galloway
Der nächste Gang, „Gebackener Ochsenschwanz und Frikadelle“ waren die Zugaben des Tages. Eigentlich als warmer Gang fürs Picknick nicht eingeplant, waren sie ein gelungenes „Trostpflaster“ dafür, dass sich die Teilnehmer der Wanderung „Jenseits von Afrika“ für die Strecke vom Stiftungsland Schäferhaus zum Historischen Krug zehn Minuten ins Auto setzen „durften“. Der „gebackene Ochsenschwanz“ kam als Überraschungspaket. Würfelförmig und in einer leichten Panade war der Inhalt in Madeirasoße zartflüssig und lief beim Öffnen des „Paketes“ hinaus. Bei den Teilnehmern des Picknicks führte das zu einigen „Ahs“ und „Ohs“. Das Geheimnis von flüssigem Inhalt und knuspriger Verpackung verrät der Küchenchef übrigens auf Nachfrage.
Alles vom Rind – und es schmeckt komplett
Muss ich noch erwähnen, dass der Ochsenschwanz, genau wie die Zunge, ebenfalls ein unterschätztes Teil am Tier ist? Die Frikadelle? Man kann mit den richtigen Zutaten nicht viel falsch, aber viel richtig machen – und Bodo Löök hat genau das getan. Klein und sehr fein war sie. „Einfach lecker“, wie auch die zu diesem Gang servierten Vichy-Karotten.

Crème Brullée vom Augustapfel

Crème Brullée vom Augustapfel

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Da ist nix mehr übrig…sooo lecker war´s!

 

 

 

 

Die zum Abschluss servierte Crème brûlée vom Augustapfel war ein Träumchen unter karamellisiertem Zucker und ein würdiger Abschluss „Jenseits von Afrika“. Gerd Kämmer erzählte uns während des Essens noch einiges zur Philosophie der Bunde
Wischen e.V. und der Zusammenarbeit mit Bodo Löök und dem Historischen Krug. Leidenschaftlich sind sie beide und das passt gut zusammen.

Gerd Kämmer, Biologe, Botschafter vom Stiftungsland Schäferhaus und Chef von Bunde Wischen e.V.

Gerd Kämmer, Biologe, Botschafter vom Stiftungsland Schäferhaus und Chef von Bunde Wischen e.V.

 

Es war interessant zu hören, dass sie sich regelmäßig austauschen und die Küche erfragt, was für Rinderteile zur Zeit da sind, um dann daraus ein Menü zu stricken. Bestes Beispiel dafür waren Zungensalat und „gebackener“ Ochsenschwanz bei unserem Naturgenuss im Historischen Krug.
Naturgenussmenü im Historischem Krug – ein Muß!
Wer sich selbst von der Küche im Historischen Krug und der Qualität des Galloway-Fleisches der Bunde Wischen überzeugen will, der kann im September das NATURGENUSSMENÜ genießen, mit dem Küchenchef Bodo Löök in wahlweise drei oder vier Gängen dem Galloway huldigt.
Das Fleisch der Galloways vom Stiftungsland kann im Bunde Wischen-Hofladen in Königswill und in ausgewählten Geschäften in ganz Schleswig-Holstein erworben werden.
Wer den NATURGENUSS mit einem Besuch im Stiftungsland verbinden möchte – es ist wirklich kein großer Aufwand. Das Stiftungsland Schäferhaus, in dem wir unsere geführte „Jenseits von Afrika“-Tour gemacht haben ist mit dem Auto max. eine Viertelstunde und mit dem Fahrrad gemächliche 45 Minuten voneinander entfernt.

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