Klimaschutz-Zertifikate…wenn schon Fernreisen, dann wenigstens sinnvoll kompensieren!

Jetzt noch mal ab in die Sonne fliegen? Kann man machen, wenngleich wir ja diesen Sommer wahrlich genug Sonne in heimischen Gefilden tanken konnten. Und unser Herbst ja auch sehr schön sein kann. Aber das muss ja letztendlich jedeR selbst wissen. Um sich wenigstens ein bisschen ein reines Gewissen zu „erkaufen“ kann man diese Klimasünden kompensieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seinen CO₂ Verbrauch zu errechnen und wenn gewünscht (was durchaus Sinn macht!), zu kompensieren. Also den CO₂“Fussabdruck“ so gering wie möglich für unsere Umwelt zu halten. Auf der Webseite von #Utopia https://utopia.de/ratgeber/co2-rechner-5-webseiten-mit-denen-du-deine-klimabilanz-errechnen-kannst/ gibt es gute Tipps. Der CO₂ Rechner des Umweltbundesamtes wird auch empfohlen.

Wie funktioniert ein CO₂- Rechner?

„Der CO₂-Rechner fragt verschiedene Daten ab z.B. zu Haushalt, Verkehr, Mobilität, Freizeitbeschäftigung oder Ernährung. Je mehr verschiedene Daten abgefragt werden, umso differenzierter ist am Ende das Ergebnis. Für jede Angabe verbucht der Rechner eine CO₂-Menge auf das CO₂-Konto. Die zusammengerechnete Menge wird auch Ökologischer Fußabdruck genannt. Den Fußabdruck oder die CO₂-Menge stellt er dem Durchschnittsverbrauch in Deutschland und dem Soll-Wert entgegen. So hilft er, den eigenen CO₂-Ausstoß einzuschätzen. Als ideal gilt 1 Tonne pro Person. 2,5 Tonnen sind noch nachhaltig (vgl. Sauber Energie). In Deutschland wurden 2014 pro Kopf 8,93 Tonnen ausgestoßen (vgl. Statista). Einige Rechner gehen mit 11,6 Tonnen von einer höheren pro-Kopf-Emission aus. CO₂-Rechner werden unter anderem verwendet, um die Höhe von Kompensationsleistungen zu ermitteln. So kannst du z.B. bei Flügen in Form von Spenden an Klimaprojekte CO₂ kompensieren. Gleichzeitig geben sie Anhaltspunkte, wo jeder im Alltag CO₂ sparen und damit den Klimawandel verlangsamen kann.“ Quelle: Utopia

Erfolgreiches Projekt aus der Heimat für die Heimat: MoorFutures®

Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein hat mit dem Projekt MoorFutures® ein Erfolgsmodell geschaffen. Es wurde erneut in den Kreis der offiziellen Projekte der „UN-Dekade zur Biologischen Vielfalt“ aufgenommen. Diese Ehrung adelt Projekte, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Wollgras im Moor

Durch den Erwerb eines Klimaschutz-Zertifikates kann jede/r ihre CO2 – Klimabilanz verbessern und so das Königsmoor bei Rendsburg retten. Denn Moorschutz ist Klimaschutz! Entwässerte Moorböden zersetzen sich und setzen dabei klimaschädliche Treibhausgase frei. Ein nasses intaktes Moor schützt aktiv unser Klima und unsere heimische Natur.

Jedes MoorFutures® steht dabei für eine Tonne CO2  die nicht in die Atmosphäre gelangt. Die Erlöse aus den Verkäufen fließen ausschließlich in die Renaturierung des Hochmoores und helfen damit, einzigartige Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die es nur in nassen Landschaften gibt, wiederherzustellen.

Die MoorFutures® -Projektflächen sind mittlerweile zum beliebten Ziel seltener Vögel geworden – darunter Seeadler, Kraniche und Silberreiher. Auch  typische Pflanzen, wie torfbildende Moose und der fleischfressende Sonnentau haben nach der Wiedervernässung hier wieder ein Zuhause gefunden. Im Frühling liefern die blühenden Wollgräser ein beeindruckendes Schauspiel und Libellen, wie Azurjungfer oder Vierfleck, zeigen sich den geduldigen Beobachtern.

Die „fleischfressende“ Pflanze, der Sonnentau

Engagement für die biologische Vielfalt in Schleswig-Holstein

Mit den MoorFutures® setzt die Ausgleichsagentur ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland. Dieser Einsatz hat die Jury des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt.

Seit Jahren engagiert sich die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein – eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – unter anderem dafür, landestypische Moorlandschaften zu reaktivieren.

Mehr als 1.200 Zertifikate wurden bereits von Unternehmen, Dienstleistern und Privatpersonen gekauft, die somit das Projekt unterstützen und freiwillig ihre Treibhausgasbilanz verbessern. Gleichzeitig setzen sie ein nachhaltiges Zeichen für den Arten- und Biotopschutz in der Region. „Wir freuen uns sehr über die erneute Auszeichnung, aber auch darüber, dass die Idee, Klimaschutz hier vor Ort mit den schleswig-holsteinischen Mooren zu realisieren, langsam Schule macht“, erklärt Ute Ojowski, Geschäftsführerin der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein GmbH. Sie hat die MoorFutures® vor vier Jahren nach Schleswig-Holstein geholt. Die Klima-Wirksamkeit der Maßnahmen wurde vom TÜV Rheinland zertifiziert.
Mehr Informationen und mitmachen unter www.shop-mf.de.

 

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