Grell Naturkost – 200 Jahre Tradition und moderner denn je!

Heute, 28. September, gab es eine interessante Führung bei Grell Naturkost in Kaltenkirchen mit anschließendem Naturgenuss-Buffet. Alles Bio, na klar. Denn Grell steht seit 200 Jahren für regionale, natürliche Produkte. Gegründet wurde das Unternehmen als Seilerei, Landhandel und Naturkost Großhandel im Jahre 1818 in Nortorf von Claus Friedrich Grell. Der Landhandel war der Einstieg und mit viel Geschick, Schlauheit und Offenheit für Innovationen wuchs das Unternehmen. Die Familie Grell übergab die Geschäfte 1930 an Hans und Jürgen Godt – der Familie Grell wurde Deutschland zu unsicher. Die Unruhen häuften sich und aus Furcht vor einem neuen Krieg entschieden sie, nach Amerika auszuwandern.

Bio Großhändler Grell in Kaltenkirchen. Alles unter einem Dach: Lager, Logistik und Büroräume für rund 170 Mitarbeiter und 10.000 Bio-Produkte.

Die „Nachfolger“ Godt sattelten mit dem Sohn Gerd schon früh auf „Bio“ um. Er entwickelte biologische Düngemittel.  Er entwickelte das Unternehmen immer weiter zu einem Naturkostgroßhandel. Dieser nahm gerade nach Katastrophen wie 1986 Tschernobyl rasant zu. 1997 fand der Umzug nach Kaltenkirchen statt – verkehrsgünstig gelegen und in große Gebäude.

Schon in den 70er Jahren ließen die ersten Demeter-  und Bioland Betriebe das Getreide in der Mühle von Grell reinigen. Gerd Godt zeigte großes Engagement im biologischen Land- und Gartenbau. Er war ein gefragter Ratgeber. Ein Bio-Pionier, dem viele folgten! 2001 wurde die Stiftung Gerd Godt-Grell gegründet mit dem Zweck der Bildung im Bereich gesunde Ernährung.

Bunte Blumenwiese vor dem Grell Gebäude

Im Jahre 2014 verstarb Gerd Godt, regelte aber früh seine Nachfolge. Seit 2001 ist Andreas Ritter-Ratjen Geschäftsführer. Vom Kartoffel- oder Getreidehof direkt ins Ladenregal – so funktioniert das bei Grell. Grell hat ebenso eine eigene Handelsmarke „Mien Leevsten“ – alles garantiert Lieblingsprodukte aus Schleswig-Holstein wie z.B. von der Hofkäserei Backensholz, die den 200 Tage gereiften Jubiläumskäse dafür liefert. Seit 2016 gibt es einen Neubau in Kaltenkirchen in der Boschstrasse. Hier sind alle Abteilungen unter einem neuen, nachhaltig gebauten Dach – natürlich mit Solaranlage.  Das Marketing Team unter der Leitung von Ute Thode ist sehr aktiv und setzt unter anderem auf social media mit den Kanälen facebook, you Tube oder Instagram.

Eine Führung durch das Lager mit 8 Klimazonen

Zu Beginn der Führung erhielten die Teilnehmer einen kurzen Einblick von Ute Thode und Norbert Schick, Einkaufsleiter für Obst und Gemüse bei Grell. Sie erfuhren wir etwas über die Geschichte und über die Gegenwart. Samenfeste Sorten werden von Grell gefördert – bedeutet: Aus diesen Pflanzen kann man Saaten erhalten, die dann die Eigenschaften wie die „Eltern“ haben. Meist sind dies alte Sorten. Aus den sogenannten „Hybriden“ kann kein „qualitativ hochwertiges“ Saatgut entwickelt werden. Norbert Schick als Einkaufsleiter kennt seine Höfe, wie z.B Christiansens Biolandhof in Esperstoftfeld bei Jübeck.Eine faire Zusammenarbeit beginnt bei der Jahresplanung. Faire Preise garantieren Zufriedenheit. „Grell übernimmt Verantwortung für die Märkte.“ so Schick. Nach einem Rundgang durch das riesige Lager – Grell bietet dem Handel, vorwiegend Bioläden, 10.000 unterschiedliche Artikel. Das Lager ist in 8 Klimazonen eingeteilt. Und alles Bio oder Demeter Waren.

Das imposante Lager. Von der Avocado bis zur Mandel, alles Bio und gut verpackt.

Von Frischeware wie Obst und Gemüse aus der Region oder Südfrüchte z.B. aus Costa Rica oder der Dominikanischen Republik über Getreide, Milchwaren bis zu Kaffee oder Säfte. Geliefert wird dies alles innerhalb kürzester Zeit – bis 16 Uhr bestellt, geliefert noch in der Nacht. Eine regionale Spedition, Jacobs, arbeitet seit Jahren zuverlässig für Grell. Rund 170 Mitarbeiter sind in Kaltenkirchen tätig. Nach der Führung gab es dann ein frisches, leckeres Buffet mit gefüllten Kürbissen, frischen Salaten mit gebackenen Birnen und Nüssen, Rote Beete Carpaccio mit Schafskäse, frischem Brot und „Omas Schokopudding“ als Nachspeise.

Viele Fragen wurden gestellt von den Gästen. Die aus Elmshorn, Lüneburg, Kiel oder Itzehoe angereist waren um den Bio Großhändler kennenzulernen. Die meisten kannten Grell nur von den Verpackungen im Laden. Nun das Unternehmen live kennenzulernen und zu wissen, woher die Waren kommen, war für alle interessant, locker und ein Grund mehr, regional und Bio zu essen! Zum Schluss gab es noch eine Tüte mit „Min Leevsten“ Produkten zum Testen, Infomaterial und Bio-Ringelblumensamen. Schön wars und ein Dank an Ute Thode und Ihr Team. Es wurde mir schon angedeutet, dass es diese Veranstaltung und die positive Resonanz der Gäste so gut ankam, dass wir uns im neuen Jahr wieder auf einen Besuch freuen können! Kommt Ihr mit?

 

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