Erste GemüseAckerdemie SH in Blunk eingeweiht!

„Wertschätzung für Natur und Lebensmittel“ – wo lernen Kinder das besser, als auf einem richtigen Acker mit kleinen Gemüsesetzlingen, Sämereien, Schaufel und Harke? Wissen, wo das Essen herkommt und dann mit allen Sinnen lernen, wie es wächst und sprießt und auch, dass das Gemüse Pflege und Liebe benötigt um gut wachsen zu können – das lernen nun die Kinder von 3 Kitas rund um den kleinen Ort Blunk, bei Bad Segeberg.

„Guck mal, das ist Wurmi! Und ich hab null Angst, warum auch?“ spricht mich Laura keck an. „Ich ess auch alles, was hier wächst, denn wir haben zu Hause auch einen Garten.“ Na, dann kann Laura glücklich sein, denn nicht alle Kinder haben zu Hause einen Garten. Geschweige denn, dass Sie wissen, wie das Gemüse wächst. Ein Brokkolibaum oder ein Möhrenbusch sind schon die normalsten Antworten…

Engagement für Nachhaltigkeit
Das nun die erste GemüseAkerdemie in Blunk eröffnet, ist der umtriebigen Angela Schulze-Hamann vom Landhaus Schulze-Hamann zu verdanken. Ihre Mission ist gutes, genussreiches Kochen und Essen. Auf einem Slow Food Kongress in Berlin lernte sie den Gründer der GemüseAckerdemie, Christoph Schmitz, kennen. Und wer Angela Schulze-Hamann kennt, der weiß, dass sie Nägel mit Köpfen macht, wenn ihr eine Idee gefällt. Zack, war der fruchtbare Acker hinter dem Landhaus der Familie für die GemüseAckerdemie reserviert.

Mit Leidenschaft für den Acker
Auf 11x 13m sind nun für jede der drei Kitas 11 Beete entstanden. Und die wurden tatkräftig, bei strömenden Regen und pustigem Wind, am Freitag, 15.04.2016, eingeweiht. Die Kinder harkten, buddelten und pflanzten unter Anleitung des Teams der GemüseAckerdemie. Die Leidenschaft für´s Pflanzen und das Projekt merkte man den Helfern direkt an. Das Team um Jennifer Usadel, Berlin, und Arnhild Bangemann, Hamburg, hatte viele Pflanzen mitgebracht. Es wurden gepflanzt: Salat, Kohlrabi, Brokkoli, Haferwurz, Zwiebeln, Pastinaken, Mangold, Fenchel, Rotkohl, Weißkohl, Früh-Spätkartoffeln, Spinat und es gibt zusätzlich Mulchbeete. Denn der Dünger wird hier selbstproduziert und später werden auf den Mulchbeeten Zuccini und Kürbis gesetzt. „Alle Pflanzen werden Demeterniveau haben“ so Jennifer Usadel.
Die GemüsAckerdemie wird nun von den Kitas und den Erziehern unter Anleitung des Hamburger Büros weitergeführt und begleitet. Es gibt Tipps, Ackerezepte und immer wieder Workshops.

Wie ein Acker begeistern kann
Viele Gäste begleiteten den Start. Mit zünftigen roten Gummistiefeln pflanzte Dr.Silke Schneider, Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume tatkräftig mit den Kindern Salat. Sie interessierte besonders, wie man diese wirklich sinnvolle Idee weiter tragen kann in´s Land. Schulen, Kitas können sich melden bei der GemüseAckerdemie. Und wenn man dann noch Sponsoren wie Angela Schulze-Hamann, die mit einer Kraft diese Idee umgesetzt hat, das ich nur gestaunt habe. „ Ich habe 3 gesunde Kinder, uns geht es gut und meine Leidenschaft ist gutes Essen – ich will mit solchen Aktion was zurückgeben. Und Kinder mit allen Sinnen frühzeitig an gute Lebensmittel heranführen.“ Sagt sie. Und hat gleich noch andere Unternehmen an Bord holt. Ein Taxiunternehmen, dass die Kinder in Großraumautos fährt und die AOK konnte sie schon für die Idee begeistern – na dann mal gut ackern! Da kann nix mehr schief gehen!
Ich habe mich sehr gefreut, die leuchtenden Kinderaugen und das Gewusel auf dem matschigen Acker zu sehen und auch die engagierten Eltern, die diesen Tag begleitet haben. Und Angela Schulze-Hamann mit ihrer Familie kennenzulernen, die so herzlich und authentisch sind. Ein wirklich tolles Engagement für die ganze Region!

Weitere Infos unter www.gemueseackerdemie.de und Angela Schulze-Hamann findet man hier www.landhaus-schulze-hamann.de

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